Blickwinkel


 
"Ein Optimist weiß genau, wie traurig die Welt sein kann.
Ein Pessimist gelangt täglich neu zu dieser Erkenntnis!"
 
Peter Ustinov
 
Darin liegt wohl das Geheimnis verborgen. Es ist nicht immer alles brilliant und schillernd … aber bringt es mich weiter, wenn ich diese Tatsache immer wieder von neuem bejammere?! Da freue ich mich doch lieber über die kleinen schönen Ausnahmen davon – und es gibt sie – jeden Tag neu – immer wieder …
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2 Antworten zu Blickwinkel

  1. Hans-Georg schreibt:

    Den Optimisten oder den Pessimisten gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich um optimistische oderpessimistische Grundeinstellungen, gepaart mit vielen anderen Charaktereigenschaften. Dazu ein Beispiel:
    Eine Optimistin ist auf der Suche nach einem Geschenk. Sie findet in einem Prospekt ein preiswertes Gerät mit zahlreichen tollen Eigenschaften. Nur das Aussehen könnte ihren Partner stören, den sie beschenken will. Schnell überwindet sie jedoch alle Bedenken und kauft das Teil, denn sie ist überzeugt, dass sie die enormen Vorzüge gut vermitteln kann. Als dann der Tag kommt, an dem sie es ihrem Freund schenkt, gibt sie sich große Mühe die Vorteile in den schillerndsten Farben zu schildern. Ihr Freund geht darauf aber nicht groß ein, hat kaum Augen für das Geschenk. Er sagt, das dies alles keine große Rolle spielt, er sich aber riesig freut, dass sie an ihn gedacht hat und umarmt sie. Sie ärgert sich lange über sein Verhalten, weil sie sich eine andere Reaktion erhofft hatte, ist aber optimistisch dass es beim nächsten Mal besser klappt.
     
    Eine Pessimistin kauft diese Gerät ebenfalls, gibt sich aber kaum Chancen, dass sie damit ihrem Freund eine Freude macht. Sie rechnet mit einer enttäuschten Reaktion. Ihr Freund reagiert aber anders, als sie erwartet hatte. Er sagt ihr, nachdem sie ihm ihre Befürchtungen geschildert hat, dass die Eigenschaften und das Aussehen für ihn keine Rolle spielen. Für ihn sei entscheidend, dass sie ihm überhaupt ein Geschenk gemacht habe und er umarmt sie. Darüber ist sie sehr glücklich. Das ist sie immer wenn sich Dinge positiver entwickeln, als sie sich das im Vorfeld ausgemalt hatte.
     
    An diesem Beispiel ist vielleicht zu erkennen, dass es nicht allein auf die optimistische oder pessimistische Grundhaltung ankommt. Entscheidend ist neben den allgemeinen Lebensumständen, vor allem die Summe der Charaktereigenschaften, die über ein glückliches und erfülltes Leben und innere Zufriedenheit entscheiden.

  2. Monika schreibt:

    Wenn ich etwas schenke, dann ergründe ich den zu Beschenkenden … und finde heraus, woran sein Herz hängt. Ich setze Himmel und Hölle in Bewegung um genau "das" alte rostige Ersatzteil zu finden, was an seinem  Oldtimer fehlt – auch wenn mich selbst das wenig entzückt. Wenn ich dann aber die Freude in seinen Augen sehe, brauche ich nicht zu argumentieren für mein Geschenk – und bin eigentlich die Beschenkte!
     
    Das Wesentliche daran? Ich habe nicht ergründet, ob ich (!) alles richtig mache, sondern was in ihm (!)  vorgeht … vielleicht der Schlüssel zur Lösung?

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