Leben II


 
In Nest Nr.1 hat unser Schwalbenpaar bereits zwei Sprößlinge großgezogen! Und – eigentlich – viel zu spät beginnen die beiden (oder nette Bekannte?) in Nest Nr.2 zu brüten … gespanntes Warten beginnt.
 
Als beide Eltern beginnen zu füttern, können wir davon ausgehen, dass der Nachwuchs da ist … und bald hören wir es, sobald ein Futterlieferant in den Stall fliegt – und schließlich sehen wir es: 4 (!) offene Schnäbel über der Nestkante!
 
Der Dauer-Flugdienst der Eltern beginnt am frühen Morgen und die Lieferungen werden erst am späten Abend eingestellt. Dann sitzen die beiden nebeneinander auf der Stange im Gewölbe unseres Pferdestalls.
 
Wir machen uns Sorgen – reicht die Zeit, dass dieser Nachwuchs groß wird und stark genug, die große Reise anzutreten, schaffen es die Eltern, alle 4 groß zu ziehen?? Und: wann platzt das Nest???
 
Es geht voran. Wir haben eine kleine "Starthilfe" gebaut – ein Brett unterhalb des Nestes. Darauf sehen wir Ende August den erste Zögling mit mutigen Flatterversuchen. Die Geschwister folgen. Unterschiedlich dick … wer die lauteste Stimme hatte, war wohl bei der Fütterung am besten weggekommen. Aber auch der kleinste hat es überstanden … keiner wurde aus dem Nest "gekickt"!
 
Am Tag darauf beginnt die kritische Phase. Die Katzen erhalten Hausarrest, denn was auf dem Boden rumkriecht, wird gefressen – da kennen sie keine Hofgemeinschaft. Und unsere Youngsters üben von Boxenwand zu Boxenwand, was fliegen eigentlich bedeuten sollte … der größte Dicke hat es am schwersten – das hat er nun von seiner Schreierei. Es tut uns weh, wenn wir beobachten wie er wieder und wieder gegen die Wand klatscht, ohne die angezielte Stelle zu erreichen. Aber er ist ein Kämpfer und gibt nicht auf. Nach kurzer Erholungspause auf dem Boden flattert er weiter. Auf wundersame Weise – und Dank der Katzeninhaftierung – sitzen alle am Abend wieder am Nestrand!
 
Einen Tag hat dies gedauert. Am nächsten Morgen sitzen alle 4 auf dem Telefondraht vor dem Stall. Die Futterlieferung geht weiter dort … unermüdlich – zwischendurch wird Fliegen geübt!
 
Uns bleibt Bewunderung … für die Schwalbeneltern – und die Natur, die dem Nachwuchs mitgegeben hat, den Weg zu finden in den Süden – ohne die technischen Hilfsmittel, die wir Menschen brauchen.
 
Bald werden sie uns verlassen … aber sie werden wieder kommen – im nächsten Jahr!
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2 Antworten zu Leben II

  1. Dana schreibt:

     So ein Schwalbennachwuchs ist toll! Hatten wir früher auch. Ich hab sie immer gern beobachtet!

  2. Gerhard schreibt:

     Hallo Monika,
    wir hatten im letzten Jahr ein Schwalbennest am Haus, doch in diesem Jahr kamen sie nicht zurück, schade.
    Schönes Space mit tollen Fotos hast Du.
    Grüße Gerhard

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