Schatten


 

Ich will das wahre Leben spürn, …
es flüstert, weint und lacht.

Die Frage ist bloß:
Wie wird man seinen Schatten los?

Wie sagt man seinem Schicksal nein?
Wie kriecht man aus der eignen Haut?
Wie kann man je ein andrer sein?

Wen soll man fragen,
wenn man sich selber nicht versteht?
Wie kann  man frei sein,
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

Was soll die Unsterblichkeit,
vor dem Sterben will ich leben!

Die Frage ist bloß:
Wie wird man seinen Schatten los?

Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen ich?

Wie kann man flüchten,
wenn man sich selbst im Wege steht?
Wie kann man frei sein,
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

Angst die mir den Atem raubt,
Blei auf meinen Schultern,
Schweigen das mir Fragen stellt,
und keine Antwort gibt auf mein warum.

Angst hinter dir steckt ein Dämon!

Unsichtbare Blicke,
an denen ich ersticke,
der Schatten der mir folgt,

Kann ich denn niemals vor meinem eignen Schatten fliehn?

Aus: Mozart! – Das Musical

 

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7 Antworten zu Schatten

  1. Hans-Georg schreibt:

    Ohne Angst zu sein heißt Freiheit. Dafür braucht es das Vertrauen in die eigene Person, in die eigenen Fähigkeiten, sonst wird man ein Leben lang vom eigenen Schatten verfolgt. Kommt dann noch das Misstrauen anderer, insbesondere geliebter Menschen hinzu, werden die Ängste übermächtig.

  2. Monika schreibt:

    Fragt sich nur, woraus dieses Misstrauen gewachsen ist!

  3. Dana schreibt:

    Und wie kann man dem wieder entkommen?

  4. Monika schreibt:

    Es gibt da nur einen einzigen Weg: Offenheit und Ehrlichkeit … aber meist wird Lüge immer noch weiter getoppt, selbst wenn man der Ansicht ist, dass es eine Steigerung nicht mehr geben kann!! Und es gibt sie doch …

  5. schalke schreibt:

    es gibt lügen anderer und das sich selbst belügen.manchmal tritt die lüge anderer zuerst ein, ehe man sich selbst belügt.
    man muss sich im klaren werden das lügen ein produkt der hilflosigkeit ist. wenn man nicht mehr in der lage ist sich selbst zu helfen, ist es leichter seinen gegenüber anzulügen. dadurch gerät man in den wahn das seine lügen realität ist und das die realität unereichbar ist. man sollte sehen wie man sich selber helfen kann und wie man hilfe von außen annehmen kann. dann besteht zumindest die chance das lügen im keim erstickt werden.
    diese chance muss man einsehen und sie annehmen. nichts ist hoffnungslos, auch wenn wir die dinge jeden tag betrachten, so kann einem der wahre inhalt oftmals erst nach tausend mal hinsehen bewusst werden.

  6. Monika schreibt:

     
    Auch für diesen Kommentar kann ich mich eigentlich nur bedanken! Wie sehr Du den Punkt getroffen hast, kannst Du nicht wissen …

  7. Dana schreibt:

    Den Punkt hat er wirklich getroffen. Da kann ich leider nichts mehr zu sagne, weil alles schon gesagt ist.

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